BI-Nachrichten

Nachdem unser BI-Mitbegründer Hans Kloppenborg schon vor einiger Zeit verstorben ist, müssen wir nun auch den Tot unseres Initiators und Mitbegründer Bernhard Schwamborn zur Kenntnis nehmen.

Nachruf

Ein unermüdlicher, visionärer Motivator ist verschieden. Bernhard Schwamborn, den meisten bekannt als Emsdettener Weinhändler, mischte sich auch als aktiver Bürger mit Vorschlägen und Eingaben zur Stadtentwicklung immer wieder in die öffentliche Diskussion ein. Stets war er dabei vom Interesse der Mitmenschen geleitet. Er verstand es, Menschen für gemeinsame Anliegen, wie die Initiative zur Erhaltung des Leinpfades an der Ems, zusammenzubringen. Mit Bernhard Schwamborn verliert die „Bürgerintiative Emswege“ nicht nur ihren Initiator und Mitbegründer, sondern einen unermüdlichen Kämpfer für das gemeinsames Ziel – die Verbesserung der Erholungsstruktur an der Ems. Früh hatte er den heute deutlich sichtbaren Trend zu einem der Natur zugewandten Freizeitverhalten erkannt. Die Vernachlässigung und aktive Behinderung der historisch gewachsenen Erholungsmöglichkeiten an der Ems ließen ihn nicht ruhen. Unermüdlich hat er in vielen Kontakten bis in höchste deutsche Behörden Informationen zusammengetragen und die Bestätigung erfahren, die seine Einschätzung zur Zulässigkeit und Machbarkeit unserer Ziele untermauern. Wir folgen seinem Vermächtnis aus eigener Überzeugung und werden weiter für die Verbesserung des Zugangs zur Natur an unserer Ems eintreten. Mit Stolz und Dankbarkeit blicken wir auf die gemeinsame Zeit zurück und fühlen uns auch bei einem Glas Wein mit ihm und seinen Ideen verbunden.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner lieben Frau und seinen Kindern, die Bernhard in den letzten Jahren liebevoll umsorgt haben.

 
Zur Berichterstattung über den Ems-Beach in Greven:

In der EV wurde am 11.06.21 berichtet, dass Greven um den Beach und die dort gebotenen Freizeitmöglichkeiten „von etlichen Nachbargemeinden durchaus beneidet“ wird.
Mein neidvolle Blick als Emsdettener zielt eher beiläufig auf den Ems-Beach, den gönne ich den Grevenern auch als Alleinstellungsmerkmal und wünsche ihnen die Erhaltung von Herzen. Aber wir beneiden Greven, wie auch Rheine und Telgte um ihre kilometerlangen Uferwege an der Ems. Und ich beneide und beglückwünsche die Grevener für ihre Stadtführung, die vorausschauend und nachdrücklich für die Erlebbarkeit der Ems durch den Normalbürger eintritt.
Die Emsdettener Stadtführung war in den letzten Jahrzehnten von Auswärtigen besetzt, die keinen Bezug zur Ems hatten. So musste z.B. unser oberster Stadtplaner nach jahrelanger Tätigkeit einräumen, noch nie am Emsufer gewesen zu sein. Dann kann auch der Amtsleiter der unteren Naturschutzbehörde widerspruchslos behaupten, es habe nie einen Emsleinpfad gegeben und in Greven könnte man auch nur 300 Meter an der Ems entlang gehen.
Nicht nur die Grevener wissen es besser.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. R. Beckwermert

    Die Ems

    Die Ems war einst der Schiffer Fluss.
    Am Ufer ging man gern zu Fuß.
    Der Kiebitz rief wie uns zum Gruß.
    Die Landschaft war Natur-Genuss!

    Zum Sonnen lag im Gras die Decke.
    Die Sandbank dient dem Bad zum Zwecke.
    Zur Notdurft ging man in die Hecke.
    Zum Glück gab’s damals kaum ´ne Zecke.

    Manch hohe Wasser gab’s im Winter,
    ein großer Spaß für viele Kinder.
    Bei Frost kam dann das große Schlindern
    und niemand kam, dies zu verhindern.

    Oft sah die Ems den ersten Kuss,
    mangs kam danach ein Filius.
    Der „Grüne“ sagt zu alldem: Schluss!
    Nur noch der Jäger kommt zum Schuss!

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